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PIXELS & TRAVELS

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Die Felshalbinsel Engenyken und kleine Felsinseln im goldenen Licht, aus der Luft über dem Bufjellet bei Sandvika

Sandvika und Skårvågsfjellet

Sandstrände bei Hovden, der Bufjellet über Sandvika, im T-Shirt auf den Skårvågsfjellet zum Sonnenuntergang und nachts Nordlichter vor dem Airbnb.

Kurz & knapp

Von unserem Airbnb bei Bø fahren wir zu den Sandstränden bei Hovden und steigen danach auf den kurzen Bufjellet über der Bucht von Sandvika. Nach Nicolas' kurzem Bad am Sandvika Badestrand wandern wir im T-Shirt auf den Skårvågsfjellet, sind ganz allein auf dem Gipfel und steigen im Sonnenuntergang ab. In der Nacht sehen wir vor der Unterkunft Nordlichter.

Land:
Norwegen
Datum:
1. Oktober 2026
Bilder:
18
Titelbild:
Bufjellet, Vesterålen · 68.7630° N · 14.4688° E · DJI Air 3S · 24 mm, f/1.8, 1/50 s, ISO 120
Inhalt 3 Abschnitte
  1. Bufjellet und Sandvika
  2. Auf den Skårvågsfjellet
  3. Coop Prix und Nordlichter

Heute ist ein wunderschöner Tag, und wir wachen zum ersten Mal in unserem neuen Airbnb in der Nähe von Bø auf. Nach einem tollen Frühstück fahren wir los, denn wir haben viel vor.

Zuerst geht es nach Hovden, einem Fischerdorf im Nordosten der Gemeinde Bø mit hellen Sandstränden. Wir halten am Finnbugsanden, einer kleinen Sandbucht südlich des Dorfes. Mit dem Auto kommt man fast bis an den Strand. Danach gehen wir an den Skiftesanden, den grösseren Strand auf der Ostseite des Dorfes. Beide sind sehr schöne Sandstrände.

Bufjellet und Sandvika

Jetzt wollen wir noch auf den Bufjellet wandern und parkieren dafür beim Parkplatz von Sandvika. Der Bufjellet ist nur 210 Meter hoch, und der Weg hinauf ist sehr einfach und kurz. Trotzdem belohnt er uns mit einer wunderbaren Aussicht. Unter uns liegt die Bucht von Sandvika mit ihrem schönen Sandstrand. Vor der Küste ragen die Felshalbinsel Engenyken mit ihren zwei dunklen Felsköpfen und die spitze Insel Spjøten aus dem Meer. Nicolas lässt die Drohne direkt über dem Gipfel des Bufjellet steigen und erkundet die schöne Landschaft ringsherum von oben.

Nach dem Abstieg gehen wir an den Sandvika Badestrand. Er ist extrem schön und einsam, ausser uns sind nur ein paar wenige Leute hier. Die Sonne scheint und wärmt gut auf, also geht Nicolas sogar kurz baden. Das Wasser ist eher kühl. Annina läuft derweil oben durch die Dünen, und im Wasser sehen wir sogar jemanden surfen.

Am Sandvika Badestrand · 2 Bilder

Auf den Skårvågsfjellet

Dann ist es Zeit für unsere zweite Wanderung heute, den Skårvågsfjellet. Wir parkieren an der Strasse nach Skårvågen, bei der Einfahrt gleich nach der Bucht Krumsvågen. Diesen Platz empfiehlt ein Tourenvorschlag auf dem norwegischen Portal ut.no, der den Skårvågsfjellet zu den schönsten und am leichtesten begehbaren Bergen von Bø zählt. Hin und zurück sind es auf demselben Weg 4.6 Kilometer. Der Weg beginnt fast auf Meereshöhe und ist am Anfang sehr matschig, er führt über ein paar Holzstege durch ein Moor. Danach folgt das steilste Stück, laut dem Tourenvorschlag etwa 100 Höhenmeter, und dann geht es über den Grat und alte Torfmoore weiter, bis man auf der anderen Seite das Meer sieht. An einer Gabelung geht es links zum Gipfel, rechts auf den Tverrfjellet. Das letzte Stück ist steinig. Schon beim Hochlaufen haben wir sehr schöne Aussichten.

Nach rund 400 Höhenmetern und eineinhalb Stunden stehen wir auf dem Gipfel. Auf dem Schild steht «Skårvågsfjellet 403 moh.», darunter hängt ein roter Kasten mit dem Code T124. Mit diesem Code oder per GPS registriert man in der App «Stikk UT!» seinen Besuch. Wir sind ganz allein hier oben. Es ist warm und windstill, wir sind im T-Shirt hochgelaufen, und das im Oktober in Nordnorwegen.

Auf dem Gipfel des Skårvågsfjellet · 2 Bilder

Weil es so ruhig ist, lässt Nicolas die Drohne steigen und macht ein paar Fotos und Videos von uns auf dem Gipfel. Die Sonne steht schon tief und zieht einen hellen Streifen über das Meer.

Mit der Drohne über dem Skårvågsfjellet · 3 Bilder

Von hier oben haben wir eine fantastische Rundumsicht auf Inseln, Berge und Fjorde, und die Sicht reicht unglaublich weit. Unter uns liegen unzählige kleine Inseln, eine davon hat die Form eines Herzens. Gut neun Kilometer südsüdwestlich liegt die spitze Insel Gaukværøya. Ihr höchster Punkt ist 273 Meter hoch. Um 1910 lebten dort etwa 130 Menschen, 1953 zogen die letzten weg. Dahinter reihen sich am Horizont die Berge der Lofoten.

Aussicht vom Skårvågsfjellet · 4 Bilder

Die untergehende Sonne taucht alles in ein sanftes, schönes Licht, und wir steigen wieder ab. Vor uns liegt der spitze Gullstabben, der höchste Punkt der Halbinsel bei Søberg, und darunter die Bucht Krumsvågen. Wir kommen gerade unten beim Auto an, als die Sonne um 18:26 Uhr im Meer verschwindet.

Abstieg vom Skårvågsfjellet im Sonnenuntergang · 3 Bilder

Coop Prix und Nordlichter

Auf dem Rückweg machen wir einen kurzen Abstecher in den Coop Prix. Coop gibt es hier, weil auch in Norwegen viele Lebensmittelläden Konsumgenossenschaften gehören, und Coop ist der zweitgrösste Lebensmittelhändler des Landes. Die ersten Konsumgenossenschaften entstanden um 1850, und wie die Schweizer Konsumvereine nahmen sie sich die Genossenschaft der Weber im englischen Rochdale von 1844 zum Vorbild. Mit Coop in der Schweiz teilt der norwegische Coop den Namen und diese Idee, es sind aber zwei eigenständige Unternehmen. In Norwegen gehört die gemeinsame Gesellschaft Coop Norge rund 60 regionalen Genossenschaften mit zusammen über zwei Millionen Mitgliedern. Coop in der Schweiz ist dagegen seit 2001 eine einzige Genossenschaft. Coop Prix ist in Norwegen eine eigene Tiefpreiskette, bei uns kennen wir «Prix Garantie» nur als günstige Produktlinie im Regal.

Danach fahren wir zurück zu unserem Airbnb, in der Hoffnung, heute Nacht noch Nordlichter zu sehen, denn der Himmel ist sternenklar. Zum Abendessen gibt es Tortellini mit selbstgemachter Tomatensauce und Pesto, dazu einen Gurkensalat.

Am Abend zeigen sich tatsächlich noch Nordlichter, und wir geniessen sie draussen vor unserer Unterkunft. Ein grüner Bogen steht über der Bucht und spiegelt sich im stillen Wasser. Nordlichter entstehen, wenn geladene Teilchen von der Sonne, der Sonnenwind, auf das Magnetfeld der Erde treffen. Ein Teil davon wird zu den Polen gelenkt. Dort dringen diese Teilchen in die obere Atmosphäre ein und stossen mit Sauerstoffatomen und Stickstoffmolekülen zusammen, die die Energie als Licht abgeben, ähnlich wie in einer Neonröhre. Am hellsten leuchtet es meist in 100 bis 120 Kilometern Höhe. Das häufige Grün kommt vom Sauerstoff, ebenso das Rot weiter oben, der blauviolette Unterrand vom Stickstoff. Am häufigsten sind Nordlichter in einem ovalen Ring um den magnetischen Nordpol, dem Nordlichtoval, und die Vesterålen liegen ganz in seiner Nähe. In dieser Nacht liegt der Kp-Index, der die Störung des Erdmagnetfelds misst, laut der US-Behörde NOAA nur bei etwa 2, also ruhig.

Nordlichter vor unserer Unterkunft · 2 Bilder

Es wird spät, und erst kurz vor 3 Uhr liegen wir im Bett.

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