Reisen · 18. August 2021 · 3 Min. Lesezeit
Wien Tag 2
Von Annina & Nicolas
Wir frühstücken mit Blick auf die Hofburg und besuchen mit Onlinetickets das Sisi Museum, die Silberkammer und die Prunksäle. Beim Verlassen des Museums laufen wir an einem Filmdreh mitten in der Wiener Altstadt vorbei. Das Mittagessen holen wir bei Billa und essen es im Schlosspark Belvedere. Abends warten wir vor dem Restaurant Figlmüller in einer rund 30 Meter langen Schlange auf ein veganes Schnitzel.
Heute haben wir wieder einiges geplant, deshalb beginnt unser Tag früher. Als erstes gehen wir in einen Henry, um unser Frühstück zu besorgen. Es gibt frisches Gebäck und einen Kaffee, das wir draussen mit Blick auf die Hofburg von Wien verspeisen. Als das Sisi Museum um Punkt 10 öffnet, sind wir zur Stelle und müssen uns dank der bereits zuvor erworbenen Onlinetickets nicht in die lange Schlange stellen. Der Museumseintritt beinhaltet das Sisi Museum, die Silberkammer und die Prunksäle. Zuerst gehen wir in die Silberkammer, diese enthält zahlreiches Geschirr aus den vergangenen Herrscherepochen Österreichs. Alles ist sehr prunkvoll gestaltet und handgefertigt. Es gibt zahlreiche Garnituren. Für jeden Gast, jeden Anlass und jedes Gebäude gab es früher eine andere Garnitur. Die Teller sind meistens handbemalt. Zusätzlich gab es für jedes Getränk ein anderes Glas, sogar die Weine wurden in unterschiedlichsten Kelchen und Weingläsern getrunken. Natürlich durfte die Dekoration auf den Tischen nicht fehlen, es gab Blumen, Kerzenständer, Etagères, kunstvollverzierte Vasen und noch vieles mehr. Im Sisi Museum erfahren wir mehr über das tragische Leben der zumeist als sehr beliebt wahrgenommenen Kaiserin. Die Lebensgeschichte der jungen Kaiserin beeindruckt uns sehr. Später können wir viele prunkvoll gestaltete Räume des damaligen Hoflebens kennenlernen. Sisi und Franz hatten unterschiedliche Gemächer. Franz stand jeden Tag um halb 5 Uhr auf, um seine Untertanen zu empfangen. Sisi machte viel Sport, schrieb Gedichte, achtete auf ihre Diät und liess sich jeden Tag 2-3 Stunden die Haare machen. Zudem lernte sie einige Sprachen und ging gerne auf Reisen.
Als wir aus dem Museum gehen, laufen wir gerade an einen Filmdreh mitten in der Wiener Altstadt. Es ist sehr interessant, dem Treiben der Kameramänner- und Frauen und deren AssistentInnen zuzusehen. Wir möchten brennend wissen, um welchen Film es sich dabei handelt. Also wird das Teleobjektiv ausgepackt und das nächste Mal, wenn das Schnittzeichen gegeben wird, fotografieren wir das Schild ab. Darauf ist klar zu sehen, um welchen Film es sich handelt…
Unser Mittagessen holen wir in einem Billa. Das ist eine Lebensmittelkette hier in Österreich, die eine grosse Auswahl an to-go Produkten anbietet, darunter auch viele vegane Alternativen. Wir kaufen Salate, Wraps und Summerrolls. Das Essen wollen wir im Schlosspark Belvedere geniessen. Zu Fuss ist es ca. eine halbe Stunde, es kommt uns aber kürzer vor. Das Schloss Belvedere und der zugehörige Garten sind wirklich sehr schön gestaltet und besitzen eine eindrückliche Architektur.
Das Schloss wurde für Prinz Eugen im 18. Jahrhundert erbaut. Im Schlossgarten gibt es insgesamt 12 Brunnen mit Statuen von griechischen Göttern. Der Garten orientiert sich auch sonst sehr an der griechischen Mythologie. Der untere Teil des Schlosses richtet sich an die Unterwelt, da es rund 30 Meter tiefer liegt, als der obere Teil des Schlosses. Der Garten trennt die beiden Schlossteile. Der obere Teil richtet sich an den Olymp. Hier finden sich dementsprechend eher Statuen der Götterväter. Nach einem Spaziergang im Schlosspark gehen wir zurück zum Hotel und machen uns bereit, Abendessen zu gehen. Wir wollen heute im Restaurant “Figlmüller” essen, das für seine Schnitzel stadtbekannt ist. Seit 3 Monaten gibt es doch tatsächlich in diesem traditionellen Restaurant auch vegane Schnitzel. Wir freuen uns daher sehr und werden vor dem Restaurant von einer ca. 30 Meter langen Warteschlange begrüsst. Nach erneuter Versicherung im Internet, dass es sich aber lohnen würde, lange zu warten, stellten auch wir uns in die Schlange. Und das Warten hat sich wirklich voll und ganz gelohnt. Das Schnitzel und der Kartoffelsalat (oder wie man hier sagt “Erdapfelsalat”) waren ausgezeichnet. An alle Fleischesser: das vegane Schnitzel lohnt sich, egal ob man Karnivor, Pescetarier, Vegetarier oder Veganer ist!
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