Heute ist ein grandioser Tag! Wir haben sehr viel vor. Stichwort: Vatten (Wasser)…
Schon früh sind wir auf den Beinen, verlassen unsere Unterkunft gleich nach dem Frühstück und ziehen Richtung Südwesten. Viereinhalb Stunden Autofahrt trennen uns von unserem nächsten Airbnb, das übrigens auch sehr abenteuerlich ist, aber dazu später mehr.
Unterwegs stocken wir unsere Vorräte im grossen ICA MAXI in Östersund auf und tanken gleich noch voll. Gleich danach fahren wir auf einen Rastplatz, um unser Mittagessen draussen an der Sonne an einem See zu geniessen. Einige Mückenschwärme sorgen dafür, dass wir die letzten Bisse dann doch lieber in unserem geschlossenen Auto einnehmen.
Unseren ersten grösseren Stopp legen wir am Ristafallet ein. Der Ristafallet ist bekannt aus der Verfilmung von Ronja Räubertochter und ist einer der grössten Wasserfälle Schwedens mit einem Wasservolumen von 100-400 m3/s. Der Wasserfall ist sehr gut zugänglich, es gibt Wege, die dem Wasserverlauf folgen. Es ist spektakulär, wie viel Wasser dort fliesst. Die Gischt schäumt uns ins Gesicht und auch über die Kamera und Objektive, als wir Fotos machen. Wir geniessen diesen natürlichen Kraftort sehr. Auf dem Rückweg begegnen wir noch zwei gleichaltrigen Deutschen, die mit ihrem Camper unterwegs sind. Wir tauschen uns mit den beiden aus und erhalten einige gute Tipps für Südschweden.
Weiter geht’s. Unser nächster Stopp ist..? Ein Wasserfall, genauso wie zuvor! Dieses Mal ist es der Tännforsen, der grösste Wasserfall Schwedens, was das Volumen betrifft. Im Frühjahr steigt das Wasservolumen bis auf extreme 740 m3/s an. Das führt zu einer regelrechten Wasserexplosion, wenn das Wasser hinunterstürzt. Das führt zu einer unheimlichen Gischtmenge, die uns ins Gesicht peitscht, auch wenn wir noch weiter vom Wasserfall entfernt sind, um Fotos zu machen. Besonders faszinierend ist, dass sich beim aktuellen Sonnenstand (es ist bereits Abend) ein doppelter Regenbogen zeigt, den wir selbstverständlich beeindruckt fotografisch festhalten.
Wieder geht es weiter. Unser nächster Stopp? Der nächste Wasserfall! Gleich neben unserer Unterkunft befindet sich der Handölsforsen. Auch dort fliessen unglaubliche Mengen an Wasser, die auch dazu genutzt werden, Strom zu produzieren. Es gibt eine Hängebrücke, die über den reissenden Fluss führt. In der Mitte dieser Hängebrücke können wir die Kraft des herabdonnernden Wassers so richtig spüren (die Brücke vibriert und schwankt merklich). Wir machen einige beeindruckende Fotos auch mit der Drohne.
Weiter geht’s zu unserem letzten Stopp für heute: Unserem Airbnb. Schon heute Morgen hat uns der Vermieter angerufen, um uns zu erklären, wie wir die Hütte finden können. Diese ist sehr abgelegen und besitzt auch kein fliessendes Wasser. Wir müssen bei der Strasse parken und die letzte Viertelstunde zu Fuss laufen, da der Pfad quer durch den Wald führt. In einer Schlüsselbox finden wir den Schlüssel zum Airbnb und können die Hütte betreten. Sie ist innen und aussen komplett aus Holz handgefertigt. Wir haben sehr viel Platz und es sieht echt schön aus drinnen. Gegen Abend wird es etwas dunkel, da die vorhandenen Lampen kaum Licht erzeugen, was aber besser so ist, denn so bleibt die Chance bestehen, dass wir Wildtiere sehen können, die bei ihrer nächtlichen Futtersuche im Wald an unserem Hüttchen vorbeikommen.
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