Heute müssen wir aus unserem Haus am See auschecken. Deshalb geniessen wir noch unser Frühstück mit Blick auf den See und beginnen den Morgen gemütlich.
Danach wird alles gepackt, gereinigt und ins Auto verladen. Weiter geht’s zu unserer nächsten Unterkunft, nach Backe. Auf dem Weg gehen wir einkaufen und tanken. Unser Airbnb finden wir zuerst kaum, da es nicht direkt auf Google Maps ersichtlich ist. Es ist ein kleines Haus in einer ländlichen Gegend, das für die nächsten zwei Tage alleine von uns bewohnt wird. Es ist unsere bisher günstigste Unterkunft, die aber trotzdem alles bietet und keine 100m vom nächsten See entfernt ist. Der Schlüssel hängt draussen, die Tür ist offen, das Check-In verläuft dementsprechend problemlos und simpel. Wir bringen das Gepäck ins Haus und wollen eine Sehenswürdigkeit in der Nähe anschauen: Den Finnfors, eine Wanderung, die an alten Siedlungen im Wald vorbeiführen soll.
Etwa 50 Minuten und etliche einsame Kilometer auf einer staubigen, mit Schlaglöchern übersäten Kiesstrasse später kommen wir bei etwas an, was wie eine Art Parkplatz aussieht. Natürlich sind wir wieder einmal die einzigen Personen dort, obwohl es ein Sonntag ist. Dort werden die Wanderschuhe geschnürt und der Pfad führt in den Wald hinein. Es ist eine Rundwanderung, die an verschiedenen Punkten, die auf einer kleinen Karte markiert waren, vorbeiführt. Kurz nachdem wir den ersten Punkt erreicht haben, vernehmen wir jedoch ein tiefes Knurren. Dieses Knurren wiederholt sich und wird lauter, je tiefer wir in den Wald gehen. Wir halten das Tier, das dieses Geräusch verursacht, für einen Bären und entscheiden uns, langsam wieder umzukehren. Als wir uns entfernen, wird das Knurren leiser. So gehen wir wieder zurück zu unserem Auto und überlegen uns, ob es wohl wirklich ein Bär gewesen ist?
Als nächstes geht es wieder zurück zum Airbnb, wo uns schon eine fertige Wäsche erwartet, die wir aufhängen. Danach gehen wir zum See und lesen dort im Gras. Später machen wir unser tägliches Fitness und beginnen zu kochen. Es gibt Curryreis mit Früchten und Salat. Nach unserer abendlichen Recherche finden wir heraus, dass es sich bei dem knurrenden Tier auch um einen Dachs gehandelt haben könnte, der sich bedroht gefühlt hat und kurz vor dem Angriff stand. Egal ob jetzt Bär oder wütender Dachs, es war auf jeden Fall gut, dass wir nicht weiter in Richtung des Knurrens gelaufen sind.
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