Wir geniessen unsere Sonnenterrasse mit Seeblick schon am frühen Morgen bei unserem gemütlichen Frühstück. Danach plaudern wir ein wenig mit unserem Vermieter, er kann uns noch ein paar Orte in der Umgebung empfehlen. Wir haben für heute jedoch schon ein anderes Ziel: Die verlassenen Minen von Sätragruvan.
Vor fast genau 100 Jahren war an diesem Ort jedoch einiges los. 80 Menschen sollen hier beim Abbau von schwefelhaltiger Kieselsäure gearbeitet haben. Auch hier war es wieder der erste Weltkrieg, der die Menschen dazu zwang, die eigenen Ressourcen zu ergründen, da der Import von gewissen notwendigen Gütern nicht mehr möglich war. So etwa das dringend benötigte Sulfit für die Zellstoff- und Papierindustrie, das aus dem damals hier abgebauten Schwefelerz gewonnen werden konnte.
Wir laufen durch den sehr dichten Wald, der von alten Fichten, Moos und hängenden Flechten geprägt ist. Der Weg ist teilweise durch grosse umgefallene Bäume blockiert und wir müssen uns selbst einen passierbaren Pfad suchen.
Irgendwann entdecken wir vor uns ein eingezäuntes Gelände, in welchem wir bis zu dem Eingang der damaligen Mine laufen können. Danach ist das Weiterlaufen ohne Gummistiefel nicht mehr möglich aufgrund der tiefen Schwefelpfütze.
Auch ist das Gelände nicht umsonst umzäunt, denn es besteht natürlich akute Steinschlaggefahr. Aus diesem Grund (und auch aufgrund der sehr vielen Mücken) ziehen wir es vor, nur kurz einen Teil der alten Mine zu fotografieren, anstatt tiefer in die Stollen vorzudringen.
Im Anschluss fahren wir zu einem ICA und danach zu unserem Airbnb, wo wir noch gemütlich lesen und Fotos bearbeiten währenddem wir die Nachmittagssonne geniessen. Diese scheint sehr kräftig und sorgt für Temperaturen weit über 30 Grad. Zum Abendessen gibt es Risotto, Pasta und Tomaten-Mozzarella-Salat. Abends unternehmen wir noch einen Verdauungsspaziergang bis zu einem Steg, auf dem wir bis auf den See laufen können.
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