Reisen · 8. Februar 2024 · 2 Min. Lesezeit
Schneemobiltour bei -30 Grad
In dicken Overalls und Balaclavas besteigen wir einen Lynx Adventure LX und fahren 30 Kilometer im Konvoi durch verschneite Wälder und über zugefrorene Seen, bei -25 bis -30 °C, die das Helmvisier komplett vereisen lassen. Der Abschluss im Schnee-Tipi am Feuer macht das arktische Abenteuer perfekt.
Als wir heute aufwachen, scheint die Sonne schon schön. Heute haben wir was Besonderes vor. Wir wollen Schneemobil fahren und haben uns dafür für eine geführte Tour angemeldet. Diese findet ganz in der Nähe von unserer vorherigen Unterkunft, den Magical Ponds, statt. Als wir dort ankommen, werden wir erstmal mit passender Kleidung versorgt. Wir steigen in dicke Ganzkörper-Winter-Overalls, Balaclavas und Helme. Dann bekommen wir kurz eine Instruktion, wie man Schneemobil fährt. Wichtig sei, dass man beim Lenken nicht den Lenker von sich wegstösst, sondern zu sich zieht. Denn es gibt einen Gashebel am rechten Lenker und wenn man den Lenker wegstossen würde statt ziehen, könnte es mit den dicken Handschuhen sehr gut passieren, dass man aus Versehen den Gashebel drückt und das Schneemobil dann unkontrolliert wegdüst. Wir dürfen uns danach ein Schneemobil aussuchen. Wir entscheiden uns für einen Lynx Adventure LX mit 600 ccm Hubraum. Von aussen sieht es aus wie ein überdimensioniertes Motorrad mit zwei Kufen statt einem Vorderrad. Nicolas fährt und Annina fährt bei. Es ist ein ganz spezielles Gefühl, damit zu fahren und komplett anders als mit dem Auto auf verschneiten Strassen zu fahren und auch komplett anders als mit dem Motorrad zu fahren. Es braucht deutlich mehr Kraft, das Ding durch den Schnee zu lenken und es fährt sich sehr schwammig und reagiert nur träge auf Lenkbewegungen, dafür umso schneller auf Bewegungen am Gashebel. Wir fahren in einer Kolonne, zusammen mit den anderen Reiseteilnehmern und den zwei Guides. Die nächsten 1.5 Stunden fahren wir insgesamt 30 Kilometer durch wunderschön verschneite Wälder und über zugefrorene Seen. Die Sonne strahlt und lässt den Schnee wie Diamanten glitzern. Meist fahren wir auf markierten Schneemobilpfaden, teils aber auch etwas abseits. Heute haben wir zwischen -25 bis -30 Grad und gegen Ende der Fahrt ist das Visier des Helmes komplett vereist und um noch etwas zu sehen, müssen wir es hochklappen, was dann in zugefrorenen Wimpern und Gesichtern resultiert. Es ist ein richtiges Abenteuer, das wir danach mit den restlichen Tourteilnehmern und den Guides in einem Schnee-Tipi-Iglu an einem Feuer mit warmem Essen und Getränken abschliessen.
Nach diesem Abenteuer in der arktischen Kälte fahren wir wieder zu unserem Airbnb, um uns in der Sauna aufzuwärmen und zu packen, denn morgen ist bereits unser Abreisetag.




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