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PIXELS & TRAVELS

Reisen · 4. September 2022 · 5 Min. Lesezeit

Svolvær - Senja

Anninas Geburtstagsgeschenk wird eingelöst: die lautlose, vollelektrische Bootstour in den engen Trollfjord, mit kreisenden Seeadlern und einer Unterwasserdrohne, die den Meeresgrund live überträgt. Danach fahren wir 5.5 Stunden weiter nach Senja, wo uns am Tiny House direkt am Fjord schon die nächsten Nordlichter erwarten, an unserem Privatstrand.

Grüne Berginseln über dem tiefblauen Wasser, von der Bootstour aus gesehen

Heute müssen wir wieder früh aufstehen, was nach der gestrigen Nordlichtjagd sehr schwerfällt. Wir frühstücken in unserem Airbnb und packen alles fürs Weiterreisen zusammen.

Wir fahren nach Svolvær, wo wir an der Silent Trollfjord Boat Cruise teilnehmen, die Annina Nicolas zum Geburtstag geschenkt hat. Es ist ein relativ grosses, vollelektrisches Boot, das entsprechend leise durchs Wasser gleitet. Das einzige Geräusch kommt vom Wasser, das vom Antrieb aufgewirbelt wird.

Die Fähre legt am Kai von Svolvær an Die norwegische Flagge am Heck über der aufgewühlten Fahrrinne Das Kielwasser zieht eine weisse Spur über den spiegelglatten Fjord Ein spitzer Felsberg direkt über der Wasserlinie

Wir fahren mit ordentlich Tempo übers Meer, was für kräftigen Fahrtwind sorgt, während der Tourguide laufend interessante Orte kommentiert und uns hilft, Wildtiere zu entdecken. Schon nach den ersten Minuten sehen wir die ersten Seeadler über dem Meer kreisen. Die Einfahrt in den Trollfjord ist besonders eng, kaum 100 Meter breit. Der Fjord ist zwei Kilometer lang und nur per Boot erreichbar, umgeben von sehr hohen Bergen zwischen 600 und 1000 Metern.

Ein Seeadler kreist über den Zacken am Horizont Seeadler kreisen über den Felsen am Ufer Ein Vogel sitzt auf einem Pfahl im Wasser, dahinter die Berge Eine Möwe gleitet dicht über das Wasser Die enge Einfahrt in den Trollfjord zwischen grünen Steilwänden

An der Einfahrt zum Trollfjord lässt die Crew eine kleine ferngesteuerte Unterwasserdrohne zu Wasser und überträgt die Unterwasserwelt live auf Bildschirme, sodass wir beobachten können, wie es am Meeresgrund aussieht. Wir sehen viele Fische, darunter einige grössere, und Seeigel, die dort ihren Lebensraum haben.

Ein Crewmitglied lässt die Unterwasserdrohne an der Einfahrt zum Trollfjord zu Wasser Die Crew steuert die Drohne vom Vorderdeck aus Der Meeresgrund live auf dem Bildschirm an Bord

Die Fahrt durch den Trollfjord ist spektakulär, und auf dem Rückweg sehen wir noch ein paar weitere Seeadler. Wir haben zudem extrem schönes Wetter: keine Wolken, nur Sonne am Himmel. Die Bootstour bei diesem Wetter ist ein wunderbarer Abschluss unserer Zeit auf den Lofoten.

Zwei Bergflanken rahmen den Fjordarm, alles spiegelt sich Die Zacken spiegeln sich vollständig im ruhigen Fjord Die ganze Bergkette und ihr Spiegelbild in einem Bild Eine zerklüftete Felswand mit letzten Schneefeldern Ein rotes Haus klein am Ufer unter der mächtigen Bergwand Ein rotes Bootshaus am bewaldeten Ufer, gespiegelt im Fjord Die Bergkette liegt als Silhouette über dem glitzernden Meer Türkise Untiefen über hellem Grund an der Steinmole Klares türkises Wasser vor grünen Kuppen und Zacken

Nach der Bootstour besuchen wir noch ein paar Läden in Svolvær, bevor wir das Auto auftanken und unsere lange Fahrt beginnen. Heute fahren wir 5.5 Stunden hinauf nach Senja. Es geht also weiter Richtung Norden, verrückt, denn dort sollen die Temperaturen teils unter null liegen… Die Fahrt ist ziemlich anstrengend, da wir beide wegen des Schlafmangels der letzten Aurora-Nächte recht müde sind. Aber wir wechseln uns beim Fahren ab und erreichen Senja sicher um 21 Uhr. Die Landschaften unterwegs waren fantastisch, fast immer mit Panoramablick auf Berge und Meer.

Die Statue der Fischersfrau auf ihrem Felsen vor Svolvær Die Fischersfrau mit Svolvær im Hintergrund

Unser Airbnb ist ein Tiny House an einer Strasse, die nicht einmal Google Maps kennt, wir müssen zu den genauen Koordinaten fahren, die uns unser Gastgeber genannt hat. Jetzt sind wir am weitesten von unserem Zuhause in der Schweiz entfernt: über 3400 Kilometer oder fast 40 Stunden Autofahrt. Das Tiny House ist aber sehr schön und liegt direkt am Fjord. Wir sind schon ziemlich müde und bereiten uns deshalb einfache Fertiggerichte zu, die nur heisses Wasser brauchen. Pasta mit Tomatensauce. Danach beginnen wir, unsere Nordlichtbilder von letzter Nacht zu bearbeiten. Inzwischen ist es dunkel geworden und der KP-Index ist hoch, was uns gute Chancen auf weitere Nordlichter verspricht. Nicolas geht mit der Kamera raus und sieht tatsächlich die ersten schwachen Polarlichter, also nichts wie los mit Kamera, Stativ und lichtstarken Objektiven: Die heutige Nordlichtjagd ist eröffnet, und wir sind schlagartig hellwach! Wir haben unseren privaten Strand am Fjord ganz für uns, wo wir die Nordlichter fotografieren und geniessen. Da unsere Strasse keine Strassenlaternen hat, gibt es auch fast keine Lichtverschmutzung.

Grünes Licht hinter den Bäumen direkt beim Tiny House Ein Band schwingt sich über die Baumwipfel Zwei Strahlen stehen über dem Fjord, unten Lichter am Ufer Ein breiter Vorhang über dem Fjord, gespiegelt im Wasser Ein einzelner Bogen über den dunklen Baumsilhouetten Ein Strahl fällt senkrecht hinter die Bäume Nordlichter über dem Fjord, die Lichter der Küste spiegeln sich Grüne Bänder ziehen über eine einzelne Fichte Der Himmel über den Wipfeln färbt sich blaugrün Ein Band steht über dem Fjord, im Wasser die Lichtspuren Wolken und Nordlichter überlagern sich über dem Fjord auf Senja, am Ufer die Lichter Grünes Licht über den Bäumen neben unserem Häuschen Ein heller Strahl fällt fast senkrecht hinter die Fichten Das Tiny House am Fjord unter dem grün gefärbten Nachthimmel

Erst gegen 2 Uhr gehen wir schlafen, die Nordlichter halten uns wach, bis sie hinter der zunehmenden Bewölkung verschwinden.

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