Routinemässig packen wir am Morgen unsere Sachen zusammen und verlassen die Unterkunft eher früh, denn heute haben wir wieder viel vor. Unser erstes Ziel sind die farbigen Fischerhütten der Smögenbryggan an der südlichen Westküste Schwedens. Die Hinfahrt dauert eher lang, da vor uns die Strasse neu geteert wird und es eine Zeit dauert, bis wir die drei Baustellenfahrzeuge überholen können.
Als wir ankommen sind wir überwältigt von der Farbenvielfalt der Häuschen und dem hellblau schimmernden Meer. Wir fotografieren viel und laufen (oder eher klettern) dann über nahe gelegene, grosse lose Steine, die zum Meer führen. Von dort haben wir eine tolle Sicht auf einen Leuchtturm und ein sich gegen den Wind lehnendes Segelboot.
Wir fahren weiter zu den “Backa Rock Carvings” in Brastad. Dort sehen wir in Stein geritzte Darstellungen, die aus der Bronzezeit stammen. Die beinahe 3000-4000 Jahre alten Abbildungen sind immer noch deutlich zu erkennen. Sie zeigen unter anderem den Gott Thor sowie ein Pferd, welches sie dem Gott nach einem gewonnen traditionellen Pferderennen opferten.
Unser vorletzter Halt ist das Stångehuvuds Naturreservat in Lysekil. Dort gibt es einen Pfad, der in Richtung Meer führt. Wir haben erneut einen sehr schönen Ausblick auf Segelschiffe und geniessen die Meeresbriese um uns wehen.
Dann gehen wir weiter zu unserem Airbnb. Plötzlich sagt das Navi: “Take the ferry!” und da wissen wir, dass wir falsch gefahren sind. Oder doch nicht? Zusammen mit vielen Autos und Lastwagen fahren wir auf die Fähre auf. Die Fähre beginnt auch gleich mit ihrer Fahrt. Wir können aussteigen und den Fahrtwind geniessen. Unterwegs zur nächsten Insel kommt uns eine andere Fähre entgegen, auf der sogar ein Linienbus befördert wird. Das ist auch mal eine interessante Form des ÖV’s! Alles läuft sehr reibungslos und wir sind uns noch nicht sicher, ob das Ganze tatsächlich kostenlos ist!?
Unser Airbnb liegt auf der Insel “Orust” auf einer kleinen Farm. Die jungen Vermieter begrüssen uns herzlich und erklären uns alles. Sie haben sogar einen Flohmarkt, den sie extra für uns öffnen. Der Flohmarkt füllt einen ganzen, sehr grossen Schuppen und bietet allerlei Plunder und Antiquitäten.
Abends kochen wir dieses Mal sehr simpel: Es gibt Mikrowellengerichte, frisches Brot und einen Tomaten-Mozzarella Salat.
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