Heute stehen wir früh auf und frühstücken gleich. Innerhalb von 30 Minuten packen wir und beladen das Auto, putzen das Cottage und checken aus, langsam aber sicher bekommen wir Routine!
Heute haben wir eine rechte Strecke vor uns. Erster Stopp ist wie meistens ein ICA, dieses Mal stoppen wir dort, um uns ein Mittagessen zu holen. Sunne ist ein grösserer Ort, also gibt es ein Salatbuffet und frisches Brot.
Unser nächster Stopp ist der “Båstnäs Car Cemetery”, ein verlassener Autofriedhof mitten im Wald, nahe der norwegischen Grenze. Dieser Ort wurde von zwei Brüdern gegründet, die in der Nachkriegszeit eine Gesetzeslücke entdeckt und ausgenutzt hatten. So war zwar der Import von Autos nach Norwegen verboten, nicht aber der Import von Autoteilen. Die beiden Brüder sammelten also viele Autos, die sie nahe der norwegischen Grenze auseinandernahmen, als Einzelteile über die Grenze brachten und in Norwegen wieder zusammenbauten. Bis Ende der 80er Jahre war dies ein lukratives Geschäftsmodell.
Wir fahren stundenlang durch den Wald, manchmal unterbrochen von kleineren Häuseransammlungen. Der Weg wird immer enger und der Wald dichter, bis wir plötzlich Autos mitten im Wald auftauchen sehen. Die Autos werden zahlreicher und einige Gebäude gesellen sich dieser kuriosen Ansammlung dazu. Wir parken unser Auto abseits der Strasse und hoffen, dass wir es wieder finden, denn in dieser verlassenen Gegend hat es schätzungsweise mehr als 1000 Fahrzeuge, die sich in teilweise dichtem Wald verstecken.
Es wimmelt hier von scheinbar vergessenen Autos. Es gibt Limousinen, Coupés, Cabrios und weitere Fahrzeuge aus den 1950er bis 1970er Jahren, die sich teilweise sogar aufeinander auftürmen.
Auch viele Fahrzeugteile, Motoren, Reifen, Federungen, Stossdämpfer, etc. stapeln sich neben der früheren Werkstatt.
Ein sehr interessanter Besuch und sicher ein Ort, der lange in Erinnerung bleiben wird.
Danach fahren wir weiter zu unserem nächsten Airbnb nach Åmål. Das ist ein kleines Städtchen neben Schweden’s grösstem See, dem Vänern. Unsere Hütte ist aber etwas ausserhalb und liegt neben einem kleinen Wald. Wir spazieren durch den Wald und entdecken dort einen kleinen Zugang zum See, von wo aus wir Sicht auf den Leuchtturm haben. Dort lässt es sich wunderbar zu dem plätschernden Wasser lesen.
Abends gibt es Reis mit Rotweinsauce und Brokkoli-Blumenkohl-Käse Plätzli.
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