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PIXELS & TRAVELS

Reisen · 24. September 2026 · 4 Min. Lesezeit

Reinebringen und Nordlichter

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Der Wetterbericht meldet den schönsten Tag der Woche, also steigen wir über die Sherpa-Treppe auf den Reinebringen, zusammen mit vielen anderen. Unterwegs halten wir bei Spiegelungen und in Hamnøy, am Nachmittag fotografieren wir Reine, Sakrisøy und Hamnøy im tiefen Licht. In der Nacht zeigen sich die Nordlichter, erst schwach und um 02:15 Uhr noch einmal sehr stark.

Blick vom Reinebringen auf Reine, die kleinen Inseln und die Brücken im Fjord, links ein steiler Felsberg

Die Tour in Zahlen

Gehzeit
rund 15 min vom Parkplatz zum Einstieg, dann rund 45 min über die Treppe hinauf
Aufstieg
448 m
Schwierigkeit
anspruchsvoll, fast nur Treppenstufen
Start
Parkplatz Steffenakken an der E10 südlich von Reine
Saison
Mai bis September. Im Winter wird von einer Besteigung wegen Lawinen- und Steinschlaggefahr dringend abgeraten.
Anreise
Mit dem Auto über die E10. Der Parkplatz Steffenakken ist gratis. Beim Visitor Centre des Lofotodden-Nationalparks in Reine kostet das Parkieren über EasyPark ungefähr 8 Franken pro Stunde, und der Tarif ist in der App nicht vorher ersichtlich.

Gemäss Wetterbericht ist heute der schönste Tag der Woche. Das nutzen wir für den Reinebringen, den bekanntesten Aussichtsberg der Lofoten. Wir waren schon im August 2022 oben, damals spielte das Wetter gerade lange genug mit.

Auf dem Weg zum Reinebringen halten wir zuerst bei einer schönen Spiegelung an. Im ruhigen Wasser spiegeln sich die grauen Gipfel, das orange Herbstlaub und ein oranges Haus am Ufer.

Ein oranges Haus am Ufer, im stillen Wasser spiegeln sich die herbstlich orangen Hänge und die grauen Gipfel

Auch in Hamnøy halten wir kurz an und machen von der Brücke aus ein paar Fotos der roten Rorbuer, die auf Stelzen über den Felsen am Wasser stehen.

Die roten Rorbuer von Hamnøy auf Stelzen über den Felsen, dahinter der steile graue Felsberg, von der Brücke aus

In Reine halten wir zuerst beim Touristenshop im Visitor Centre des Lofotodden-Nationalparks, weil wir auf die Toilette müssen. Nach unserem Halt von 15 Minuten staunen wir: EasyPark zeigt etwas mehr als 8 Franken an. Der Tarif liegt dort bei ungefähr 8 Franken pro Stunde, und in der App sieht man den Preis nicht, bevor man parkiert.

Unser Tipp deshalb: Für die Wanderung auf den Reinebringen parkiert man besser auf dem Parkplatz Steffenakken an der E10 südlich von Reine. Der ist gratis. Vom Parkplatz geht man rund 15 Minuten der Strasse entlang bis zum Einstieg.

Felsufer und blaues Wasser an der E10 bei Reine, in der Ferne Häuser unter gezackten Bergen, links eine steile Felswand

Der Weg hinauf führt über 1976 Treppenstufen. Die Steintreppe wurde von Sherpas gebaut und geht fast ohne Pause steil nach oben. Das kostet schon etwas Energie. Wir brauchen für den Aufstieg über die Treppe rund 45 Minuten. Dank des schönen Wetters sind wir aber nicht alleine, auf der Treppe und oben ist viel los.

Die Aussicht lohnt sich tausendmal. Unter uns liegt Reine mit seinen kleinen Inseln, die mit Brücken verbunden sind. Auf der anderen Seite zieht sich ein langer Fjord zwischen den Bergen ins Landesinnere, und in Richtung Meer sieht man die Strasse der Küste entlang. Wir bleiben lange oben und fotografieren uns gegenseitig vor dieser Kulisse.

Vom Reinebringen auf einen langen Fjord zwischen dunklen Bergen, darüber Wolken Nicolas im orangen Shirt mit Rucksack auf dem Reinebringen, unter ihm Reine und die Inseln im Fjord Annina mit blondem Rossschwanz schaut vom Reinebringen auf die Berge und den Fjord bei Reine Vom Reinebringen der Küste entlang aufs offene Meer, unten schlängelt sich die Strasse am Hang

Wieder unten fahren wir nach Reine, Sakrisøy und Hamnøy und machen im schwindenden Sonnenlicht noch ein paar Fotos. In Sakrisøy fallen die Sonnenstrahlen über den Berg auf die Rorbuer am Wasser. In Hamnøy leuchten die roten Häuschen auf den Felsen jetzt im warmen Licht.

Die Rorbuer von Sakrisøy auf Stelzen am Wasser, dahinter Sonnenstrahlen über dem Berg Ein rotes Rorbu auf den Felsen in Hamnøy, vorne herbstliche Zweige, hinten ein spitzer Berg Die roten Rorbuer von Hamnøy im Nachmittagslicht auf den Felsen unter dem steilen Felsberg

Dann kehren wir in Anita’s Café in Sakrisøy ein und essen Zimtschnecken und Chocolate Cake. Auf der Rückfahrt machen wir noch einmal einen kleinen Halt am Rambergstranda. Wir wollen das rote Häuschen fotografieren, und das allerletzte Sonnenlicht spiegelt sich in den Wasserlachen auf dem Strand.

Sonnenstrahlen hinter einem dunklen Berg über dem Meer am Rambergstranda Das rote Häuschen über dem Rambergstranda, dahinter der helle Strand und die Berge im Abendlicht Ein dunkler Berg und rosa Wolken spiegeln sich in einer Wasserlache auf dem Rambergstranda Eine flache Welle läuft über den nassen Sand am Rambergstranda, dahinter die Berge im letzten Licht

Am Abend machen wir in unserem Hüttli Fajitas. Die App Aurora Pro sagt für heute Nacht gute Wahrscheinlichkeiten für Nordlichter voraus, also gehen wir danach euphorisch zu einem Aussichtspunkt direkt neben unserem Airbnb.

Wir sehen tatsächlich Nordlichter. Sie sind aber sehr schwach, wir haben schon deutlich stärkere gesehen. Die Kamera mit langer Belichtung zeigt das Grün klarer, als wir es von blossem Auge sehen. Trotzdem geniessen wir es sehr, sie wieder einmal zu sehen.

Schwache grüne Nordlichter über dem Meer und einem dunklen Berg, vorne Felsen und kleine Tümpel Ein grüner Nordlichtbogen über einem Berg am Meer, das Licht spiegelt sich in einem Tümpel im Vordergrund Ein grünes Nordlichtband über einer flachen Insel im Meer, vorne Felsen und Gras Grüne Nordlichtbänder am Sternenhimmel über den Felsen und dem Meer

Etwas später in der Nacht, um 02:15 Uhr, sehen wir tatsächlich noch sehr starke Nordlichter. Sie halten aber nur kurz an, deshalb haben wir sie nur mit dem Handy festgehalten und nicht mit der Kamera. Und gleich bei unserem Hüttli sitzen mitten in der Nacht ein paar sehr grosse wilde Hasen und fressen Kräuter.

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