Wir hatten eine sehr angenehme und ruhige Nacht hier am See. Es gefällt uns in diesem Airbnb so gut, dass wir beschliessen, eine Nacht länger zu bleiben. Zum Glück antworten die Vermieter sogleich, dass das Häuschen noch frei wäre. Unser Frühstück genossen wir mit Blick auf den See und planen den Tag. Unser Ziel ist das Naturreservat Reivo. Zuvor gehen wir in Arvidsjaur einkaufen und besuchen die im 17. Jahrhundert erbaute Sami-Stadt Lappstaden, welche sich in der heutigen Stadt-Mitte befindet. Die Samen kamen in diese Häuser, um ihren Kirchenpflichten nachzukommen. Die alten Gebäude aus Holz sind nicht mehr bewohnt, jedoch werden diese jährlich zum grossen Versammlungstag gegen Ende August genutzt.
Weiter geht es zum Naturreservat Reivo. Eine sehr abenteuerliche “Strasse” mit Schlaglöchern, tiefem Schlamm und Schnee führt uns zu unserem Ziel.
Wir beide nehmen die Herausforderung, auf dieser hindernisreichen Strecke zu fahren, gerne an und beginnen, das entspannte Fahren auf geteerten Strassen mehr zu schätzen. Auch den Vierradantrieb unseres Mietautos schätzen wir einmal mehr, denn ohne den wären wir mit unseren Sommerreifen nicht die steilen, schneebedeckten Matschstrassen hinaufgekommen. Natürlich sind wir wieder die einzigen Menschen weit und breit und geniessen die Ruhe und Natur. Es gibt einige Seen und sehr viel Wald. Annina entdeckt einen jungen Elch, der weit hinten am Waldesrand steht. Wir halten diesen zuerst für einen Baumstrunk, mit Nicolas’ Zoomobjektiv wird jedoch deutlich, dass es sich tatsächlich um einen Elch handelt. Hier das mit 200mm im Vollformat aufgenommene Bild und der Zuschnitt auf den Elch. Würdet ihr den Elch sofort erkennen?
Auf dem Rückweg begegnen wir wieder ein paar Rentieren, die als Fotomotiv herhalten müssen. Das Naturreservat ist für Naturliebhaber das perfekte Reiseziel, und vielleicht im Sommer besser zugänglich.
Zurück in Arvidsjaur kaufen wir noch ein paar vergessene Lebensmittel ein und verbringen den Abend in unserem gemütlichen Haus am See mit einem prasselnden Feuer. Vorher gibt es aber noch etwas Fitness und natürlich haben wir wieder genügend Bilder zum Bearbeiten.
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