Heute geht es wieder in ein neues Airbnb, auf das wir uns schon lange freuen: Ein abgelegenes schwedisches Häuschen, welches direkt oberhalb eines Sees liegt.
Doch zuerst frühstücken wir und checken aus bei unserem Campingplatz. Danach fahren wir noch ins Städtchen (wohl eher Dorf?) Jokkmokk und kaufen sowohl im Coop als auch im ICA für die nächsten Tage ein. Wir laufen durch Jokkmokk bis wir an den anliegenden See gelangen. Von dort aus gibt es eine Abzweigung, die in den Wald führt und im Winter wohl eine Schneemobilstrecke ist, im Sommer sicher eine Jogging- und Mountainbike Route. Jedenfalls laufen wir hindurch und kommen in einen schönen Wald, der dicht mit Moos bewachsen ist. Hier irgendwo wird wohl der Jokkmokker Elch den Tag verbringen, denken wir.
Wir müssen wieder weiter. Unterwegs sehen wir viele Rentiere, teils auch mitten auf der Strasse, Schneehühner, Hasen und einen sehr schönen Fuchs. Unser nächster Stopp ist das Grodkällan på Slengmyren Moor, durch das man durchwandern kann, bis man an einen hellblauen Quellsee gelangt. Etwa 140 km sind es bis dorthin und der letzte Teil der Strecke führt auf aufgeschüttetem Kies quer durch einen Wald. Es gibt immer wieder grössere Schlaglöcher und Spurrillen von vorherigen Fahrzeugen, die diese “Strasse” zum reinsten Abenteuer lassen werden, da es zudem auch erst gerade geregnet hat. Zum Glück können wir bei unserem Auto den 4WD Modus aktivieren, was das Fahren deutlich angenehmer macht. Nach 8 km Fahrt auf dieser Strecke mit ständig wachsender Schlaglochfrequenz erreichen wir den “Parkplatz”, eine Kiesmulde, auf der wir parkieren können.
Von dort aus gelangen wir über Holzstege durch das Moor hindurch. Mücken hat es zum Glück noch nicht allzu viele, dennoch haben wir uns mit einem hier erhältlichen Anti-Mücken-Spray eingerieben. Es ist sehr spannend, durch ein Moor laufen zu können. Links und rechts von unserem Steg ist alles unter Wasser, es gibt jedoch teilweise auch trockenere Stellen und es wachsen auch Bäume aus dem Wasser heraus.
Am Ende des Holzstegs erwartet uns auch schon der unvergessliche Blick über das hellblaue, kristallklare Wasser, das die umliegenden Bäume sehr schön reflektiert. Wenn man den Blick auf den Boden des Sees wirft, sieht man überall verschiedene Quellen, durch die frisches Wasser ausströmt.
Es beginnt zu regnen und wir laufen wieder aus dem Moor heraus, solange es noch nicht zu fest regnet, sonst gibt das eine schlammige Angelegenheit. Mit eingeschaltetem 4WD kommt auch Annina als “Offroad-Neuling” problemlos wieder zurück auf normale Strassen. Weiter geht’s zu unserem Airbnb. Dort angekommen erwartet uns auch schon ein freundliches älteres Ehepaar, das uns den Weg zu unserer Hütte zeigt. Die Hütte liegt direkt oberhalb eines Sees und ist komplett mit allem ausgestattet, was wir brauchen. Auf dem Esstisch finden wir frisch gebackenen Kuchen und Zimtschnecken vor, die unsere Gastgeber für uns gebacken haben. Sehr lecker und sehr nett!
Wir bereiten unsere Fajitas vor, die wir zum Abendessen haben werden und geniessen die Abendstimmung oberhalb des Sees. Mit Blick auf den See und die untergehende Sonne essen wir und beobachten wilde Hasen, die direkt auf der Wiese vor dem Haus herumhoppeln, jö-feeling pur. Danach bearbeiten wir unsere Fotos des Tages und auch noch von gestern.
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