Nach einem gemütlichen Morgen wollen wir den Sarek Nationalpark besuchen und wandern gehen. Wir informieren uns bei unserer Vermieterin, die uns gerne Auskunft gab und sehr hilfsbereit war. Sie erzählte uns auch, dass es in Jokkmokk einen friedlichen Elch gäbe, der jedes Jahr wieder käme und in den Gärten der Einwohner übernachtet. Mit Hilfe der Tipps entscheiden wir uns, nach Kvikkmokk zu fahren. Laut unserer Vermieterin, ist der Weg dorthin sehr schön und es gibt einige Wanderwege in den Sarek Nationalpark, die in Kvikkmokk starten.
Wir fuhren also erneut etwas nördlich und vor allem westlich. Der Weg gestaltet sich als einziges Abenteuer. Eigentlich hätte der Hinweg 1.5 Stunden dauern sollen, aber wir waren ganze 4 Stunden unterwegs. Nicht etwa wegen einer schlechten Strasse, sondern weil es so viele schöne Aussichtspunkte auf vereiste Seen mit Bergsicht gab. Wir mussten deshalb häufig anhalten, weshalb sich unsere Fahrt um einiges verzögerte. Zudem haben wir auch viele Tiere gesehen. Annina hat einen Elch erspäht, als wir gerade neben der Strasse am fotografieren waren. Sofort fuhren wir in seine Richtung und als wir bei ihm waren, wollte er über einen Zaun neben der Strasse springen und verfängt sich leider in dem Maschendraht, sodass er umkippt. Er konnte sich aber glücklicherweise befreien und in den weiten Wald verschwinden. Ausserdem haben wir Rentiere, Rehe, einen Schneehasen und ganz viele Schneehühner gesehen. Eine lange Strecke fahren wir nur 30 km/h statt 90 km/h, da wir unbedingt noch mehr Elche erspähen wollten. Dies ist jedoch auch bei 30 km/h fast eine Sache der Unmöglichkeit, da diese so gut im dichten Wald getarnt sind. An einem vereisten See picknicken wir, aber wir halten es in der Kälte nicht so lange ohne Bewegung aus und fahren bald wieder weiter.
In Kvikkmokk selber reicht es dann nur noch für eine kurze Waldwanderung dem Kungsleden Trail entlang und für eine Besichtigung der schönen Holzkirche.
Nicolas fährt den ganzen Weg nach Kvikkmokk, Annina fährt alles wieder zurück, so haben wir uns schön aufgeteilt mit Fahren und nach Elchen Ausschau halten. Zurück fahren wir eher zügig und halten nur ein paar wenige Male an, um erneut Fotos von den schönen Seen zu machen. Wieder bei unserer Hütte macht Nicolas eine Wäsche und Annina kocht Abendessen.
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