Nach dieser langen Nacht schlafen wir heute bis um 09:00 aus, bevor wir gemütlich frühstücken. Heute möchten wir den Reinebringen bezwingen.
Die Wanderung auf diesen 448 Meter hohen Berg zählt zu den beliebtesten in Norwegen. Wir parken ein paar Kilometer hinter dem Ausgangspunkt der Wanderung, da wir das Auto hier gratis stehen lassen können. Das hat noch einen weiteren positiven Aspekt, denn bis zum Ausgangspunkt sind wir schon eingewärmt. Den steilen Berg windet sich eine von nepalesischen Sherpas gebaute Steintreppe hoch. Aktuell gilt es 1566 teils sehr hohe Stufen zu bezwingen, bis man oben angelangt.
Wir steigen also in luftige Höhe auf, stets mit einer wunderbaren Aussicht auf die umliegenden Berge und das Meer. Teilweise hören die Treppenstufen auf und es geht durch tiefen Schlamm und über Steine weiter. Beim Hochsteigen beginnt es auch noch leicht zu regnen. Glücklicherweise regnet es nicht mehr, als wir oben ankommen, doch stark bewölkt und neblig ist es trotzdem in dieser Höhe! Wir geniessen die Aussicht auf die vielen Berge und das darunterliegende Meer und machen uns dann an den Abstieg.
Dieser fällt uns leichter als der Aufstieg, benötigt jedoch mehr Muskeln, da jeder Schritt abgefedert werden muss. Unsere Schuhe waschen wir in einem Bergbach, nachdem wir die schlammigsten Stellen hinter uns gebracht haben. Beim Auto angelangt wärmen wir uns erstmals mittels Sitzheizung und Lenkradheizung auf und essen dann unser Mittagessen. Es gibt Fertigsalate und Käsebrot, das wir vorbereitet hatten. Es ist zwar schon späterer Nachmittag, aber wir beschliessen, ans unterste Ende der Lofoten zu fahren, nach Å. Dort endet die Strasse E10, der wir schon in Schweden sehr lange bis nach Kiruna gefolgt sind.
Das Ende der E10 ist ein grosser Parkplatz, von dem aus ein Pfad zu einer schönen Aussicht weitergeht, dem wir natürlich folgen. Wir gelangen zu Felsen, die ringsum Blick aufs Meer und weitere, hohe Felsen offenbaren. Zudem können wir von dort aus auf Sørland sehen, eine winzige Insel, die von 600 Einwohnern bewohnt wird und auch sehr schön sein soll. Kurz nach diesem Ausflug beginnt wieder der Regen und wir sind froh, im warmen Auto unterwegs nach Hamnøy sitzen zu dürfen. In Hamnøy angelangt gehen wir in unser kleines Fischerhüttchen und geniessen erst einmal eine heisse Dusche und Suppe.
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